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Kreise - Videooo

werte Herr- und Damenschaften,

 

heut ist ein feierlicher (Song-)Tag: der erste, der nicht nur mit Anzuhören-, sondern auch mit etwas Anzusehendem daherkommt :) ... ich habe denn vor einer guten Woche noch kurzfristig beschlossen, mich bei so einer Sache zu bewerben, für die eben ein Video vonnöten war, und befand mich also – als absolute Dilettantin auf dem Gebiet – in einer ein bisschen herausfordernden Lage.

 

praktischerweise hatte mich ein paar Nächte vorher immerhin die Idee für ein *Video aufgeweckt, sodass wenigstens die nicht noch aus den Fingern gesaugt werden musste. dennoch, so eine Konzeptionierung, Umsetzung und nicht zuletzt Zubereitung der Protagonisten ist (neben der des Songs, der ja auch überhaupt nur als Skizze in meinem Kopf existierte) an sich schon eine Reise. Dann noch in kürzester Zeit ein halbwegs ansehnliches Filmchen daraus basteln... - nun, sagen wir so: ich stieß an so einige Grenzen :D aber bemühte mich stets um Ignoranz derselben und friemelte mir einfach weiter ultra-amateurhaft (und dadurch bedingt gewiss mit Stunden unnötiger Verkomplikationen) alles zusammen. *Stop Motion-; #dontassumeittobeeasier #fallacy

 

[dieser Teil – insbesondere die Berichterstattung zum Drama „noch viereinhalb Stunden – das Schnittprogramm, die Deadline* und ich“ – wäre noch um diverse Anekdoten erweiterbar, aber das ersparen wir euch lieber.] [*wobei ich an dieser Stelle einmal dafür plädieren möchte, den Begriff der Deadline zumindest in entsprechenden Kontexten zu synonymisieren mit: (Coming-to-)Life-Line. oder, wie der gute Bernd es traf: Die Deadline ist dein Freund.]

 

das Ergebnis ist nun umso aufgeregter, von euren Blicken beglückt zu werden. wie in der youtube-Beschreibung angemerkt, bitte ich um Verzeihung für die Unmusikalität eines Teils der Bilder; die haben's ein-fach nicht geschafft, im Takt zu tanzen... (und ich habe wirklich Tage in die Choreographie investiert; ganz offen-sichtlich war da einfach mein pädagogischer Ansatz verfehlt a.k.a. die technische Bildung/Intuition schlicht inexistent.)

 

zum Lied selbst wäre noch derart viel zu sagen und es tut mir ein bisschen Leid, seinen Inhalt hiermit so überdeckt zu haben, aber irgendwie wollten die Hintergründe auch mal in den Vordergrund.

 

machen wir es einfach so, dass ich das Lied irgendwann noch

einmal umarrangiere und dann die Geschichte dazu erzähle. bis dahin –

lasst los, was loszulassen ist, und freut euch an den Kreisen, die sich

durch euer Leben zogen und ziehen (und auf die, die das noch werden).

 

alles Liebe und bis nächste Woche,

eure friedo

 

PS: auf Bandcamp gibt es die ersten fünf Folgen Songtag jetzt als EP :) zum entspannteren Download & Streaming.

* * *

 

unsere Kreise decken sich seit einer Weile scheinbar nicht / wir brauchen beide, schätze ich, grad nicht das Gleiche / du brauchst dich und ich brauch mich // also schreibe ich an dich jetzt diese Zeile im Abendlicht / wir ziehen Kreise um uns rum / wir werden leise und verstummen // wir drehen unsere letzten Runden / und bleiben dann im Tal da unten / aber die Trauer darüber habe ich überwunden / wir sind lange her / wir sagen uns nichts mehr // wir sind aneinandervorbeigewachsen / und können nicht wissen, wer wir inzwischen sind / immer weiter haben wir uns treiben lassen / ja, wir sind groß geworden, nur nicht im selben Sinn / unter unterschiedlichen Windungen // wir drehen unsere letzten Runden / morgen früh sind wir verschwunden / aber das Bedauern darüber habe ich überwunden / wir sind lange her / uns sagt unsere Größe nichts mehr // wir haben den Zenit erreicht / ein Jedes hat seine Zeit / wie das Leben sich von Ballast befreit / wir werden Vergangenheit / wir haben den Zenit erreicht / schon vor einiger Zeit / wie das Leben sich von Last befreit / wir sind Vergangenheit // unsere Kreise blassen aus / wir lassen sie und lösen uns auf