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so, sagt die Zeit

 

ein Lied über unsere Sicht auf die Dinge,

unser Verständnis von ihnen und

das Befreien aus jeweils fremden.

 

 

 

wir könnten unter [allem] etwas anderes verstehen. *

Gerald Hüther

 

wir sagen und denken und fühlen tagtäglich so unfassbar viel, und ich kann sicher auch noch mal ein Lied davon singen, was es mit einem macht, fast alles, jedes Wort und jede Vorstellung, sekunden- und zentimeterweise zu hinterfragen und irgendwann gar nichts mehr zu haben, woran man sich festhalten kann.

 

es ist natürlich gar nicht möglich, all die Dinge stets mit etwas Zeit zu betrachten und damit abzugleichen, was eigentlich unser eigenes Bild von ihnen ist (wenn wir uns denn eins zu malen hinbekommen haben). manchmal tut aber auch gut, zumindest manches aus einer bisher ungeübten Perspektive anzusehen.

 

was ist was?

diese Buchreihe *²

 

... gar nicht so einfach, diesen Titel als das zu betonen, was er ist: eine Frage. vielleicht auch eine Einladung, ganz erfrischt, erfrischend ein paar Blicke auf und in und um uns zu wenden. zu schauen: was löst hier eigentlich was aus? was steckt dahinter und darunter? welche Erwartungen bewegen wozu und was war noch mal der Wert von Gefühlen?

 

einmal, nur für einen kurzen Moment auf Pause zu drücken und sonst so eindeutige Selbstverständlichkeiten – unser Verhältnis zu so vielem – auf die Probe zu stellen. ... was ist denn das? und wonach fragt es? worauf ist es vielleicht die Antwort? ... was macht die Angst da überhaupt? und drückt denn wirklich uns die Zeit, oder nicht andersherum? „gut? „schlecht“? „richtig“? „falsch“?

 

keiner hat die Dinge gefragt, ob sie sein wollen, wozu wir sie machen. ob sie sind, wofür man sie gemeinhin hält. also schauen wir, worin wir stecken, was uns gar nicht ähnlich sieht, und schälen uns da raus. denn

 

es ist alles Konstruktion.

 

 

 

* Original: dem, worauf es im Leben ankommt,

*² … um noch einmal auf prägende Kindheitsausschnitte zu sprechen zu kommen :)

 

'so,' sagt die Zeit, 'wie lang sollen wir noch warten? - ich bin bereit. / und wo du auch treibst / nie klang dein Tun nach Taten / die Wände sind es leid / dir im Weg zu stehen' // was hält dich und dich vor dir zurück und dir die Füße fest / was braucht es, dass du dein zu kleines Nest und dich auf dich verlässt // 'oh,' sagt die Angst, 'das war nicht meine Absicht. komm, sieh mich an / womit verbandst du dir die Augen / vor dem, was dich doch weisen kann' // jemand hat dir Muster eingemalt, die gar nicht deine sind / also radierst du dich raus aus dem Labyrinth

 

Text, Musik & Produktion:

friedo | friederike dreessen